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DEUTSCHE G8-PRÄSIDENTSCHAFT

SERVICE

Jugend

Durch den im März 2005 von den 25 Staats- und Regierungschefs verabschiedeten Europäischen Jugendpakt erhielt der jugendpolitische Zusammenarbeitsprozess neuen Auftrieb. Mit diesem Europäischen Pakt für die Jugend regte der Europäische Rat an, die jugendpolitische Dimension in allen Politikbereichen des Lissabonreformprozesses, die junge Menschen betreffen, künftig vermehrt zu berücksichtigen.

Dabei geht es nicht nur um die Schaffung von mehr Arbeits- und Ausbildungsplätzen für junge Menschen, sondern auch um neue Formen der grenzüberschreitenden Mobilitätsförderung innerhalb wie außerhalb von schulischen Prozessen. Ferner geht es um Fragen der verbesserten Anerkennung von Lernerfahrungen und auch um Fragen der zu verbessernden Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die gerade für junge Menschen mit prekären, unsicheren beruflichen Perspektiven eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich Bildung

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union stehen vor großen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen – ausgelöst vor allem durch die demographische Entwicklung. Die steigende Lebenserwartung bietet große Potenziale für Staat, Gesellschaft, Familie und auch die Wirtschaft: Mit der Stärkung des Generationenzusammenhalts und einer intensiveren Nutzung des Erfahrungswissens der Älteren lassen sich neue Potenziale erschließen – gesellschaftlich und ökonomisch.

Gleichzeitig bedeuten weniger Kinder weniger Wohlstand, weniger Dynamik und weniger Innovation. Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, müssen wir den gesellschaftlichen Wandel aktiv gestalten. Wir brauchen mehr Kinder in den Familien und mehr Familie in der Gesellschaft. Und wir müssen für eine gerechtere Teilhabe aller am gesellschaftlichen Zusammenleben und im Beruf sorgen – für ältere und jüngere Menschen, Frauen und Männer sowie Familien. Insbesondere müssen wir die Chancengleichheit für Frauen und Männer in der Erwerbs- und Familienarbeit fördern. Dazu gehören als Bestandteil der Lissabonstrategie auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit und bedarfsgerechte Möglichkeiten der Kinderbetreuung.

Gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendliche

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft will die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen in politische Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse der Europäischen Union einbeziehen. Bei der Planung der Aktivitäten sind wie bislang die Jugendverbände beteiligt und darüber hinaus nicht verbandlich organisierte Jugendliche einbezogen. Der Europäische Pakt für die Jugend stellt hierfür einen umfassenden Rahmen dar – das neue EU-Jugendprogramm „JUGEND IN AKTION“ unterstützt seine Umsetzung.

Unter deutschem Vorsitz tagen zwei Jugendministerräte in Brüssel, die sich mit der Umsetzung des Jugendpaktes, der Förderung von Chancengleichheit und sozialer Integration aller jungen Menschen sowie der Reflexion über gemeinsame Zielvorstellungen der Jugendpolitik in den nächsten 10 Jahren befassen werden.

Für die Zeit vom 13. bis 16. April 2007 sind im Rahmen des Präsidentschaftsjugendevents junge Menschen aus 33 europäischen Ländern nach Köln eingeladen, einen Handlungsplan zum Thema „Gleiche Chancen und gesellschaftliche Partizipation“ zu erarbeiten und diesen mit den 27 EU-Generaldirektoren für Jugendpolitik und der EU-Kommission zu diskutieren.

Daneben wird eine Fachtagung zum Thema „Kinder  und Jugendliche in sozialen Brennpunkten – neue Strategien der Kohäsion“ vom 26. bis 28.Juni  in Leipzig stattfinden.

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Datum: 28.12.2006